Sonntag, 15. Juli 2018

Über Zufälle, digitale Netzwerke und Hundewolle...


..will ich euch heute berichten.
Wer so, wie ich im Internet unterwegs ist, der ist auch meistens in digitalen Netzwerken zu finden.

Und wie ich da so unterwegs bin, lande ich in einer Gruppe, die sich mit unserer einheimischen 
Vogelwelt befasst. Ja, ich füttere Vögel in meinem Garten und erfreue mich an Specht, Eichelhäher, Star und Co und manchmal tausche ich mich mit Gleichgesinnten darüber aus.

In solch Gruppe habe ich Heidrun aus dem Lungau in Österreich virtuell kennengelernt und erfahren, dass sie vier Samojedenhündinnen ( Heidruns Samojedenwelt ) hat. So im Nebengespräch stellte sich dann heraus, dass Heidrun fleißig die Haare ihre ausgekämmten Hunde sammelt, um sie verspinnen zu lassen. 
Ja und welch ein Zufall, ich bin ja Spinnerin!

Wir hatten dann folgende Idee. In den Sommerferien packe ich nicht nur meins sondern auch das Spinnrad meines "Lehrlings" ins Auto und dann düsen wir, gemeinsam mit Sohn ins schöne Lungau, machen dort Urlaub und verspinnen Heidruns Samojedenwolle. Und welch ein Zufall, Heidrun vermietet auch Ferienwohnungen. 
Viel Vorbereitung benötigte unsere Ferienjobaktion nicht. Wir mussten nur abwarten, bis es Zeugnisse gab und Heidrun musste ihre Viecher kämmen.
So sind wir am 30. Juni 2018 ins schöne Lungau gedüst und haben dort unseren Ferienjoburlaub angetreten.
Ich kann euch gar nicht sagen, wie schön es dort war. Wir haben jede Sekunde genossen und die Berge rundherum in unserer Hirnschublade für Urlaubserinnerungen gespeichert. Der Lungau ist einfach fantastisch. Eine kleine Region, mit nur 20 000 Einwohnern und vor allem noch nicht so überlaufen. Unbedingt muss ich euch das weiterempfehlen. 
Gewohnt haben wir übrigens in diesem tollen Baudenkmal: Heihsgut.







































Aber zurück zur Hundewolle. Da haben wir ordentlich reingeklotzt. Fast jeden Abend wurde gesponnen, parallel zur Fußball WM. Letztendlich habe ich (der Esel nennt sich immer zuerst :-) ) sechs 230g- Spulen vollbekommen und mein Lehrling so in etwa vier 200g Spulen. Die gesamte Hundewolle haben wir weggearbeitet.
Nur mal so nebenbei, es spinnt sich super, Video folgt.
Wie alles so aussieht, das seht ihr auf den Fotos.

Und was kommt jetzt? Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, wir planen schon die nächste Reise...

Sonntag, 18. März 2018

Wie ich die gesamte Menschheit rettete

Also es war so:

RINGRING.....TELEFON, mein Bruder ist dran.

Ich: Hallo, was gibts denn so Dringendes?

Er: Du musst eine Gehirnmütze stricken!

Ich: Wie, was, wo und vor allem WARUM?

Er: Ich schick dir mal Bilder, genau so soll es sein und zwar für meine Tochter, - deine Nichte, die schreibt ihre Doktorarbeit und dafür muss sie das haben, sonst kann sie die nicht fertigstellen und schon gar nicht verteidigen und dann bist DU daran schuld!

Ich: Äh, nee, daran will ich nicht Schuld sein, ich mache mir jetzt aber keinen Stress, denn an so ner Arbeit schreibt man ja jahrelang und deshalb darf ich auch jahrelang daran stricken, oder?

Er: Aber bummele nicht ewig damit rum ansonsten ist sie vor dir fertig

Ich: Seufz..... öh... naja ein bisschen kniffelig isses schon aber ok, für die Forschung muss ich es ja quasi machen, denn es ist davon auszugehen, dass davon das Wohlergehen der gesamten Menschheit abhängt. 

Er: Ja, das hast du gut erkannt, genau SO ist es nämlich und wenn du die fertig hast, dann machst du eine in grün und noch eine in blau, für die Zwillinge

Ich: Wollen die jetzt auch die gesamte Menschheit retten?

Er: Die sind zwar erst 10 aber ja, du kannst auf alle Fälle schonmal prophylaktisch davon ausgehen


Ja, was soll ich euch sagen. Ich, kann vermelden, dass ich euch alle und quasi die gesamte Menschheit gerettet habe, denn das Ding ist fertig.

Ja, die Arbeit verlief wie gedacht. Die Mütze habe ich an EINEM (!) lauen Sommerabend im Schwarzwald, Anno 2015 an- und fertiggestrickt. Die Strickschläüche habe ich dort auch begonnen und wieder in die Ecke geschmissen, weil sie sich so langweilig gestrickt haben und Socken IMMER Vorrang haben. 
Weitergestrickt wurde an ihnen auf Rügen 2017, mit dem Plan alles fertig zu bekommen aber leider war die Wolle alle und ich ein bisschen eingeschnappt, ob des ungeahnten Wollverbrauchs.
Meine Bockigkeit hielt bis 2018 an, dann bekam ich wieder ein ganz schlechtes Gewissen wegen der gesamten Menschheit und so...
Da ich hier unabkömmlich war und nicht in den Schwarzwald fahren konnte, um neue Wolle zu besorgen, ging ich in ein ortsansässiges Wollgeschäft meines Vertrauens und holte in etwa passenden Nachschub.
Ja und dann schritt die Rettung der gesamten Menschheit doch in Riesenschritten voran. Der zweite Strickschlauch wurde fertig und im Zuge eines Wutanfalls nähte ich endlich die Hirnwindungen auf die Mütze!

Puhhhh... ihr habt alle nochmal Glück gehabt, auf jeden Fall seit ihr gerettet, mittlerweile traue ich mir sogar zu die Endzeitformel zu erstellen und nebenbei noch das Bernsteinzimmer zu entdecken.

Aber in grün und blau? Echt jetzt?






Sonntag, 25. Februar 2018

316g für den Bockstenmann...

Ja, die Handspindel hat mal wieder ganze Arbeit getan. Fleißig sprang sie auf und ab und verarbeitete für mich 316g ungewaschenes Vlies vom Bockstenmann in Schweden.
Ich habe in vergangenen Posts bereits von diesem Projekt berichtet, indem umverzwirntes Garn zu mittelalterlicher Kleidung verwoben werden soll.
Nachlesen kann man das hier: 

1. https://clarice39.blogspot.de/2017/08/und-stop.html
2. https://clarice39.blogspot.de/2017/07/von-angewandter-archaologie-moorleichen.html

oder es auch anschauen. 





Was ist nun mein Fazit? 
Für den gewünschten Spinnwinkel von 45° ist es unerlässlich den Faden nicht zu dünn zu verspinnen, da er sonst ständig reißt. Er ist mir auch laufend gerissen, zu meinem Leidwesen, oft habe ich geflucht.
Durch diesen starken Überdrall entsteht letztendlich aus dem ansich sehr weichen Vlies ein wirklich harter und stabiler Faden. Wenn ich den verzwirnen müsste, dann hätte ich einen blutigen Finger. Aber verzwirnt wird ja nicht.
Dadurch, dass das das gesamte Wollfett noch im Faden enthalten ist, bleibt er beim Abhaspeln oft kleben und reißt dann. Dennoch habe ich es beim dritten Strang ohne zerreißen geschafft. Die beiden anderen musste ich ein paar mal zusammenknoten.
Jetzt geht alles zurück an den Absender und auf mich warten nun wieder neue Projekte.




Samstag, 10. Februar 2018

Undine hießen die Batts...

alles was von ihnen noch so da war, hab ich mal flugs versponnen. 
Mal zur Erinnerung. Blau, Petrol, Flieder bilden die Grundlage dieser Spinnfasern aus deutscher Merino, dass ich zu einer fluffigen Kardenwolle verarbeitet habe. Wenn ich daran denke, dass ich die Schafe persönlich kenne, dann freut es mich doch. Ich mag diese gedeckten Farben. Hier nochmal der Link zur Herstellung der Batts.

Ungefähr ein Kilogramm ist herausgekommen. Zwischenzeitlich hatte ich echt mal die Lust verloren. Immer das gleiche Zeugs und es nahm kein Ende. Dann hat mich ein Wutanfall gepackt und an einem Sonntag bin ich über die letzten 250g hinweggetobt und habe weggesponnen als gäbe es kein Morgen. Frau Holle, König Drosselbart und sogar Rumpelstilzchen hätten ihre wahre Freude an diesem Tobsuchtsanfall gehabt.
Das wäre also fertig und nun kommt mal zur Abwechslung mein Moswolt Spinnrad zum Einsatz. Ich werde berichten.




Donnerstag, 1. Februar 2018

Am 15. Januar 2015 angefangen und

siehe da, am 15. Januar 2018 isses schon fertig. Haha

Ich muss sagen, dass ich noch nie so lange an einer Strickjacke rumgemehrt habe. Genauer gesagt, lag sie eigentlich hauptsächlich im Strickbeutel und hat unter anderem einen Umzug mitgemacht. Mit schlechtem Gewissen habe ich immermal an sie gedacht, den Gedanken jedoch immer wieder weggeschoben. Nun also war es soweit und die Stricklust hat mich überkommen. Zappzerapp war sie dann auch fertig und ich habe mich dann doch gewundert, warum ich sie so lange liegen gelassen habe. Bin wirklich zufrieden, wenngleich ich feststellen muss, dass das Fotomodell auf dem Strickmuster eine Jacke anhat, die etliche Nummern zu groß ist, meine fällt ganz anders aus
Zur Wolle. Die hat Heidi angeschleppt. Es war eine Spende, die sie nun versilbern wollte, um Geld, statt Wolle zu spenden. Irgendwo hatten diese 10 maisgelben Knäule über 20 oder 30 Jahre im Lager eines Wolladens geschlummert, es waren noch DM Preise drauf. 10 Knäule - 10 €, ich dachte das wäre eine gute Spende aber Heidi hat schon etwas plumerant geschaut. Grmpf...
Die Fotos sind doof, Knallsonne, Schatten und Wind und das alles im Februar. Na egal, man siehts ungefähr.
Also hier kommt sie nun, ein Dropsmodell in maisgelbem Mohair:








Donnerstag, 11. Januar 2018

Energieschub...

oder vielleicht auch Manie, ich weiß nicht, wie ich das bezeichnen soll, wenn ich kurz hintereinander fünf große Taschen häkele. Aber genau das habe ich getan. 
Naja, alle wollen welche haben und bitte sehr, hier sind sie. Eine habe ich ja schon gezeigt, hier sind die vier restlichen.
Hat Spaß gemacht aber jetzt will ich auch mal wieder stricken.




Freitag, 29. Dezember 2017

Vielleicht Silvester...

mache ich sie wieder. Blätterteigquadrate - schnell gemachtes, fleischloses Fingerfood, bei dem immer alle ordentlich reinhauen. 
Und das geht so:

Zutaten:
  • Blätterteig aus dem Supermarkt (am besten gleich zwei Rollen)
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Eigelb zum Bepinseln (ersatzweise Rama creme fine oder Sahne)
  • grünes Pesto
  • Gewürze (Pfeffer, Salz,Thymian, Kümmel, Paprika...)
Zubereitung:
Blätterteig in Quadrate schneiden und mit Eigelb bepinseln. Alles mit Gewürzen nach belieben bestreuen. Zwiebeln klein würfeln und einige Stückchen in die Mitte der Quadrate platzieren. Tomaten, in mitteldicke Scheiben schneiden und auf die Zwiebeln legen, darauf einen Klecks Pesto. Ales 20 bis 30 min, je nach Herd bei 180 Grad ausbacken.
Gutes Gelingen



Sonntag, 17. Dezember 2017

Wer den...


letzten Post über die Stallweihnacht mit Argusaugen verfolgt hat, konnte sie schon sehen. Meine neue Jacke.
Ich muss zugeben, dass das Foto etwas lieblos ist, was der knappen Zeit geschuldet ist. Dennoch, meine ich, lässt sich ganz gut erkennen, was ich da fabriziert habe. Was als Sommerprojekt begann, hat nun zur Weihnachtszeit sein Finale.
Mehrere Schafrassen geben sich hier ein Stelldichein und wurden in einem Drops-Vintagemodell aus den 80er Jahren verwurstet. Deutsches und australisches Merino, Ouessant  sind versponnen und zu kuschligen Krausrippen verstrickt, Patchworknähte aus Christas Gotlandschafen halten alles zusammen.
Mein Ziel, eine kuschelige warme Jacke zu erhalten habe ich erreicht und die angeschnitten Ärmel tragen sich wider Erwarten ganz wunderbar.
Hier das Pattern und die Jacke ziehe ich direkt wieder an (und spare mir damit die Heizung) :-) :




Donnerstag, 14. Dezember 2017

Stallweihnacht Hassenhausen (Sachs. Anh.) 2017

Alle zwei Jahre nur findet sie statt, die Stallweihnacht zu Hassenhausen. 
Viele Tiere müssen für diesen Tag zusammenrücken, damit Händler und Weihnachtsmarktbegeisterte sich mit ihnen für einen Tag den Stall teilen können. Dafür entsteht eine wunderbare Atmosphäre. Mit Strohballen sind kleine Räume abgeteilt, in denen Kuchen und andere Schmankerln gegessen werden können, Händler und Handwerker ihre Arbeitsflächen haben und Kinder auf dem Strohspielplatz toben dürfen.
Ich hatte mich gewundert, als Anfang November auf meinem Handy eine Nummer aus Sachsen Anhalt erschien. Die Veranstalterin hatte mich kontaktiert, mit dem langgehegten Wunsch doch mal wenigstens eine Spinnerin dabeihaben zu dürfen. Eine? 
Letztendlich haben wir uns mit 4 Handspinnern und einem Standbetreuer auf den Weg gemacht und uns auch auf den Event gefreut. Wir wurden nicht enttäuscht. Zwischen Eseln, Schafen, Kälbchen und Ziegen nahmen wir unser Lager und spannen, was die Fasern so hergaben.   
Es war wirklich ein sehr schöner, allerdings auch kalter Tag. 
In zwei Jahren sind wir wieder dabei aber psst.... für diesen Event wird kaum Werbung gemacht, weil sonst viel zu viele Leute kommen. Ein Geheimtipp ist dieser kleine Privatmarkt aber auf jeden Fall, gleich hinter der thüringisch-anhaltinischen Grenze.












Sonntag, 3. Dezember 2017

Weiche Lebkuchen

Zum 1. Advent gebacken und sofort genießbar.
Das Rezept gebe ich euch gerne weiter: 


  • 700g Kartoffeln
  • 450g Mehl
  • 450g Zucker
  • 1 Pck Pottasche
  • 2 Pck Backpulver
  • 6 Eier
  • 3 Pck Vanillezucker
  • je 75 g Zitronat, Orangeat (klein hacken)
  • 3 Tl Zimt
  • 3 Tl Nelken (gemahlen)
  • 1 Pck Lebkuchengewürz
  • 200g Walnüsse (gemahlen)
  • 300g ungeschälte Mandeln (gemahlen)
  • 100g Schokoraspeln (bitter)
  • kleine runde Oblaten (circa 80 Stück)
Für die Glasur:
  • Puderzucker
  • Zitronensaft
  • oder Kuvertüre

Pellkartoffeln kochen.
Wer hat, nimmt die Küchenmaschine zum Verrühren: Ingredienzien ohne Eier vermischen, Mehl und Zucker erst zum Schluss hinzufügen.
Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse drücken, warm verarbeiten, alles vermischen.
Wenn alles abgekühlt ist, Eier hinzufügen, es entsteht ein dickflüssiger Brei.
Brei auf die Oblaten schmieren und alles bei 175 Grad circa 12 Minuten,ohne Umluft ausbacken. Mit Holzstäbchen einstechen und Gargrad prüfen (nichts darf kleben bleiben).
Nach Bedarf mit Glasur oder Kuvertüre bestreichen.

Gutes Gelingen






Dienstag, 28. November 2017

Ignatz und Inge

heißen unsere Igel. 
Sie haben das Katzenfutter auf der Terrasse entdeckt und kamen täglich zum Fressen und zum Ka..en.
Viele schwarze Würstchen musste ich entfernen, sogar aus dem Fressnapf.
Wir sind trotzdem gute Gastgeber und haben ein Igelhotel gebaut. Es steht unterm Katzenhaus. Welcher von beiden darin nun schlummert weiß ich auch nicht.
Apropos Katzenhaus. Unsere zwei Viecher waren stets begeistert von den stacheligen Besuchern. Sie sind um sie rumgetanzt, vielleicht in der Hoffnung mal reinbeißen zu können. Keine Chance, Ignatz und Inge sind gut gepanzert. Trotzdem, es war immer sehr kurzweilig mit ihnen, für uns und die Katzen.
Jetzt warten wir aufs Frühjahr und viele neue Würstchen.



Donnerstag, 23. November 2017

Gehäkelt war es schnell,

jeden Abend so eine Farbe in etwa, hat zwei Wochen gedauert und Anspruch darauf hat auch schnell jemand angemeldet. 
Naja ok, ich bin ja nicht so. Bis Weihnachten darf ich den Büttel benutzen und dann wird er direkt verschenkt.
Und ich? Darf direkt einen neuen häkeln, diesmal behalte ich ihn aber, so als Saunabeutel hab ich gedacht.


Donnerstag, 16. November 2017

Grrr.....

was soll ich euch sagen: "Der Weihnachtsmann war schon da!"
Gebracht hat er mir aus der Textilwerkstatt Sassen eine wunderschöne Spinnfaser. Alpaka und Suffolk gemischt, in einem wunderschönen Taupe-meliert-Ton.
Keine drei Monate ist es her, da bin ich übers Land hinter Jena gefahren und habe beide Fasern bei befreundeten Landwirten abgeholt.
Nun heute kam das Überraschungspäkchen, mit einer wunderwatteweichen Lieferung voller Kardenband.
Ich bin selber begeistert und werde mir ein Kilo davon vornehmen. 
Aber erstmal biete ich es euch an. Zu bekommen, in meinem kleinen Shop, mit vielerlei anderen Sachen. 
Schlagt zu, solange der Vorrat reicht und zwar hier: 

Alpakka-Suffolk-Kardenband



Samstag, 28. Oktober 2017

Cosi fan tutte

Ich war beim Schäfer, in der Nähe von Gera und habe ne ganze Ladung Vliese geholt. Er hat Schwarzkopfschafe, die sind so vom Weichheitsgrad ungefähr so, wie deutsches Merino.
Naja, jedenfalls habe ich diesmal alles im Regenwasser gewaschen und danach gefärbt, was der Kochtopf hergab. Nach dem Trocknen hab ich alles zum Kardieren eingeschickt und voilà, hier ist das Ergebnis!
In allen Farben des Regenbogens schimmern hier wunderschöne, edle Kardenband-Rollen und warten auf ihre Verarbeitung. Durch die Mischung von weißem und chlorierten Vlies ist es mir gelungen, lanolinhaltige farbige Vliese herzustellen.

Zum Spinnen, Filzen und Basteln, erhältlich in meinem Shop: 

Schwarzkopfschaf – Kardenband : „COSI FAN TUTTE“






























































Und wie ich alles gefärbt und gewaschen habe, das seht ihr hier, in meinen Videos:


               
                                                                                   

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Grünspanträuschling

Wir gehen jetzt immer in die Pilze. Ist ein gutes Pilzjahr und wir haben uns schon ein paar Pilzpfannen einverleibt. Ein bisschen kenne ich mich aus, schließlich war ich als Kind oft mit meinen Eltern im Wald und habe so etliche Pilzsorten kennen gelernt. Davon profitiere ich jetzt noch. 
Dennoch finde ich immermal neue Modelle, die ich noch nicht gesehen habe. So war es auch bei diesem grünblauen Fliegenpilz, der eigentlich ein Grünspanträuschling ist. 
Er sieht so fantastisch aus, wie ein Alienpilz, der gerade gelandet ist. Eine ganze Kolonie davon haben wir gefunden und man sollte es nicht denken, sie sind sogar essbar.

Naja und sonst so?
Ich habe mal ein bisschen gehäkelt. In diesem Fall ein Einkaufsnetz. Die braucht man ja immer.
Ein schönes Wochenende euch...





Mittwoch, 20. September 2017

Unser Museum bleibt

Seit einiger Zeit engagiere ich mich in der Bürgerinitiative. "Unser Museum bleibt".
Nach dem Willen unserer Landesregierung soll das Weimarer Museum für Ur- und Frühgeschichte nach Erfurt umgetopft werden.
Dieses Thema hat in der Weimarer Bevölkerung hohe Wellen geschlagen, denn das Museum steht ganz oben auf unserer Beliebtheitsskala. Alle Weimarer waren mehrmals drin und sind stolz auf ihre Vorfahren, die Neandertaler, die im Ehringsdorfer Steinbruch gefunden wurden und in diesem Museum beheimatet sind.
Als Phase 1 haben wir nun Unterschriften gesammelt und innerhalb von fünf Wochen sind 16882 zusammengekommen, die gestern der Thüringer Landesregierung überreicht worden sind. Viele Touristen helfen uns und haben auch unterschrieben, Läden, Artzpraxen, Apotheken  Tankstellen haben die Sammelzettel ausgelegt und viele fleißige Sammler waren offiziell und privat zum Unterschriften sammeln unterwegs. Wenn man es auf Weimars Bevölkerung umrechnet, so hat jeder vierte Bürger unterschrieben. ( http://apolda.thueringer-allgemeine.de/web/apolda/startseite/detail/-/specific/Staatssekretaerin-staunt-ueber-fast-17000-Museums-Stimmen-1805534829)
Ich selber war aktive Sammlerin und habe dabei viele Geschichten erfahren, die mich berührt haben und die nicht vergessen werden sollen.
Und so habe ich mich entschlossen, sie aufzuschreiben und vielleicht noch weitere zu Sammeln.
Drückt uns die Daumen, dass unser Kindermuseum bleiben kann. 



Mittwoch, 13. September 2017

Ich habs...

schon wieder getan.
Sockenwolle ganz bunt gefärbt. Schreibunt sogar. 
Und eigentlich gibts nichts weiter darüber zu erzählen, außer dass es eben so schön bunt ist. Welch Freude.
Also hier zum ansehen und sich einfach darüber freuen: 





Montag, 11. September 2017

Hosentasche...

nennen die Kinder meine Taschen aus alten Jeans, mit denen Sohni immer unterwegs ist. Das ist nun schon die zweite, die ich aus einer alten Jeans genäht habe. 


Mit Hosentasche liegen die Klassenkameraden auch gar nicht so falsch. Innen sind sie nämlich, die alten Arschtaschen (oder wie heißen die?) angenäht. Für das Handy und das Portemonnaie.


Kinder brauchen immer Taschen. Für den Chor, zum Sportunterricht, zur Klassenfahrt, für Bücher und Hefte sowie für dies und für das.

Eine Jeans kullert noch hier rum, zu schade, um sie wegzuwerfen, daraus nähe ich noch eine, mal sehen, wer sie gebrauchen kann.