Sonntag, 17. Dezember 2017

Wer den...


letzten Post über die Stallweihnacht mit Argusaugen verfolgt hat, konnte sie schon sehen. Meine neue Jacke.
Ich muss zugeben, dass das Foto etwas lieblos ist, was der knappen Zeit geschuldet ist. Dennoch, meine ich, lässt sich ganz gut erkennen, was ich da fabriziert habe. Was als Sommerprojekt begann, hat nun zur Weihnachtszeit sein Finale.
Mehrere Schafrassen geben sich hier ein Stelldichein und wurden in einem Drops-Vintagemodell aus den 80er Jahren verwurstet. Deutsches und australisches Merino, Ouessant  sind versponnen und zu kuschligen Krausrippen verstrickt, Patchworknähte aus Christas Gotlandschafen halten alles zusammen.
Mein Ziel, eine kuschelige warme Jacke zu erhalten habe ich erreicht und die angeschnitten Ärmel tragen sich wider Erwarten ganz wunderbar.
Hier das Pattern und die Jacke ziehe ich direkt wieder an (und spare mir damit die Heizung) :-) :




Donnerstag, 14. Dezember 2017

Stallweihnacht Hassenhausen (Sachs. Anh.) 2017

Alle zwei Jahre nur findet sie statt, die Stallweihnacht zu Hassenhausen. 
Viele Tiere müssen für diesen Tag zusammenrücken, damit Händler und Weihnachtsmarktbegeisterte sich mit ihnen für einen Tag den Stall teilen können. Dafür entsteht eine wunderbare Atmosphäre. Mit Strohballen sind kleine Räume abgeteilt, in denen Kuchen und andere Schmankerln gegessen werden können, Händler und Handwerker ihre Arbeitsflächen haben und Kinder auf dem Strohspielplatz toben dürfen.
Ich hatte mich gewundert, als Anfang November auf meinem Handy eine Nummer aus Sachsen Anhalt erschien. Die Veranstalterin hatte mich kontaktiert, mit dem langgehegten Wunsch doch mal wenigstens eine Spinnerin dabeihaben zu dürfen. Eine? 
Letztendlich haben wir uns mit 4 Handspinnern und einem Standbetreuer auf den Weg gemacht und uns auch auf den Event gefreut. Wir wurden nicht enttäuscht. Zwischen Eseln, Schafen, Kälbchen und Ziegen nahmen wir unser Lager und spannen, was die Fasern so hergaben.   
Es war wirklich ein sehr schöner, allerdings auch kalter Tag. 
In zwei Jahren sind wir wieder dabei aber psst.... für diesen Event wird kaum Werbung gemacht, weil sonst viel zu viele Leute kommen. Ein Geheimtipp ist dieser kleine Privatmarkt aber auf jeden Fall, gleich hinter der thüringisch-anhaltinischen Grenze.












Sonntag, 3. Dezember 2017

Weiche Lebkuchen

Zum 1. Advent gebacken und sofort genießbar.
Das Rezept gebe ich euch gerne weiter: 


  • 700g Kartoffeln
  • 450g Mehl
  • 450g Zucker
  • 1 Pck Pottasche
  • 2 Pck Backpulver
  • 6 Eier
  • 3 Pck Vanillezucker
  • je 75 g Zitronat, Orangeat (klein hacken)
  • 3 Tl Zimt
  • 3 Tl Nelken (gemahlen)
  • 1 Pck Lebkuchengewürz
  • 200g Walnüsse (gemahlen)
  • 300g ungeschälte Mandeln (gemahlen)
  • 100g Schokoraspeln (bitter)
  • kleine runde Oblaten (circa 80 Stück)
Für die Glasur:
  • Puderzucker
  • Zitronensaft
  • oder Kuvertüre

Pellkartoffeln kochen.
Wer hat, nimmt die Küchenmaschine zum Verrühren: Ingredienzien ohne Eier vermischen, Mehl und Zucker erst zum Schluss hinzufügen.
Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse drücken, warm verarbeiten, alles vermischen.
Wenn alles abgekühlt ist, Eier hinzufügen, es entsteht ein dickflüssiger Brei.
Brei auf die Oblaten schmieren und alles bei 175 Grad circa 12 Minuten,ohne Umluft ausbacken. Mit Holzstäbchen einstechen und Gargrad prüfen (nichts darf kleben bleiben).
Nach Bedarf mit Glasur oder Kuvertüre bestreichen.

Gutes Gelingen






Dienstag, 28. November 2017

Ignatz und Inge

heißen unsere Igel. 
Sie haben das Katzenfutter auf der Terrasse entdeckt und kamen täglich zum Fressen und zum Ka..en.
Viele schwarze Würstchen musste ich entfernen, sogar aus dem Fressnapf.
Wir sind trotzdem gute Gastgeber und haben ein Igelhotel gebaut. Es steht unterm Katzenhaus. Welcher von beiden darin nun schlummert weiß ich auch nicht.
Apropos Katzenhaus. Unsere zwei Viecher waren stets begeistert von den stacheligen Besuchern. Sie sind um sie rumgetanzt, vielleicht in der Hoffnung mal reinbeißen zu können. Keine Chance, Ignatz und Inge sind gut gepanzert. Trotzdem, es war immer sehr kurzweilig mit ihnen, für uns und die Katzen.
Jetzt warten wir aufs Frühjahr und viele neue Würstchen.



Donnerstag, 23. November 2017

Gehäkelt war es schnell,

jeden Abend so eine Farbe in etwa, hat zwei Wochen gedauert und Anspruch darauf hat auch schnell jemand angemeldet. 
Naja ok, ich bin ja nicht so. Bis Weihnachten darf ich den Büttel benutzen und dann wird er direkt verschenkt.
Und ich? Darf direkt einen neuen häkeln, diesmal behalte ich ihn aber, so als Saunabeutel hab ich gedacht.


Donnerstag, 16. November 2017

Grrr.....

was soll ich euch sagen: "Der Weihnachtsmann war schon da!"
Gebracht hat er mir aus der Textilwerkstatt Sassen eine wunderschöne Spinnfaser. Alpaka und Suffolk gemischt, in einem wunderschönen Taupe-meliert-Ton.
Keine drei Monate ist es her, da bin ich übers Land hinter Jena gefahren und habe beide Fasern bei befreundeten Landwirten abgeholt.
Nun heute kam das Überraschungspäkchen, mit einer wunderwatteweichen Lieferung voller Kardenband.
Ich bin selber begeistert und werde mir ein Kilo davon vornehmen. 
Aber erstmal biete ich es euch an. Zu bekommen, in meinem kleinen Shop, mit vielerlei anderen Sachen. 
Schlagt zu, solange der Vorrat reicht und zwar hier: 

Alpakka-Suffolk-Kardenband



Samstag, 28. Oktober 2017

Cosi fan tutte

Ich war beim Schäfer, in der Nähe von Gera und habe ne ganze Ladung Vliese geholt. Er hat Schwarzkopfschafe, die sind so vom Weichheitsgrad ungefähr so, wie deutsches Merino.
Naja, jedenfalls habe ich diesmal alles im Regenwasser gewaschen und danach gefärbt, was der Kochtopf hergab. Nach dem Trocknen hab ich alles zum Kardieren eingeschickt und voilà, hier ist das Ergebnis!
In allen Farben des Regenbogens schimmern hier wunderschöne, edle Kardenband-Rollen und warten auf ihre Verarbeitung. Durch die Mischung von weißem und chlorierten Vlies ist es mir gelungen, lanolinhaltige farbige Vliese herzustellen.

Zum Spinnen, Filzen und Basteln, erhältlich in meinem Shop: 

Schwarzkopfschaf – Kardenband : „COSI FAN TUTTE“






























































Und wie ich alles gefärbt und gewaschen habe, das seht ihr hier, in meinen Videos:


               
                                                                                   

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Grünspanträuschling

Wir gehen jetzt immer in die Pilze. Ist ein gutes Pilzjahr und wir haben uns schon ein paar Pilzpfannen einverleibt. Ein bisschen kenne ich mich aus, schließlich war ich als Kind oft mit meinen Eltern im Wald und habe so etliche Pilzsorten kennen gelernt. Davon profitiere ich jetzt noch. 
Dennoch finde ich immermal neue Modelle, die ich noch nicht gesehen habe. So war es auch bei diesem grünblauen Fliegenpilz, der eigentlich ein Grünspanträuschling ist. 
Er sieht so fantastisch aus, wie ein Alienpilz, der gerade gelandet ist. Eine ganze Kolonie davon haben wir gefunden und man sollte es nicht denken, sie sind sogar essbar.

Naja und sonst so?
Ich habe mal ein bisschen gehäkelt. In diesem Fall ein Einkaufsnetz. Die braucht man ja immer.
Ein schönes Wochenende euch...





Mittwoch, 20. September 2017

Unser Museum bleibt

Seit einiger Zeit engagiere ich mich in der Bürgerinitiative. "Unser Museum bleibt".
Nach dem Willen unserer Landesregierung soll das Weimarer Museum für Ur- und Frühgeschichte nach Erfurt umgetopft werden.
Dieses Thema hat in der Weimarer Bevölkerung hohe Wellen geschlagen, denn das Museum steht ganz oben auf unserer Beliebtheitsskala. Alle Weimarer waren mehrmals drin und sind stolz auf ihre Vorfahren, die Neandertaler, die im Ehringsdorfer Steinbruch gefunden wurden und in diesem Museum beheimatet sind.
Als Phase 1 haben wir nun Unterschriften gesammelt und innerhalb von fünf Wochen sind 16882 zusammengekommen, die gestern der Thüringer Landesregierung überreicht worden sind. Viele Touristen helfen uns und haben auch unterschrieben, Läden, Artzpraxen, Apotheken  Tankstellen haben die Sammelzettel ausgelegt und viele fleißige Sammler waren offiziell und privat zum Unterschriften sammeln unterwegs. Wenn man es auf Weimars Bevölkerung umrechnet, so hat jeder vierte Bürger unterschrieben. ( http://apolda.thueringer-allgemeine.de/web/apolda/startseite/detail/-/specific/Staatssekretaerin-staunt-ueber-fast-17000-Museums-Stimmen-1805534829)
Ich selber war aktive Sammlerin und habe dabei viele Geschichten erfahren, die mich berührt haben und die nicht vergessen werden sollen.
Und so habe ich mich entschlossen, sie aufzuschreiben und vielleicht noch weitere zu Sammeln.
Drückt uns die Daumen, dass unser Kindermuseum bleiben kann. 



Mittwoch, 13. September 2017

Ich habs...

schon wieder getan.
Sockenwolle ganz bunt gefärbt. Schreibunt sogar. 
Und eigentlich gibts nichts weiter darüber zu erzählen, außer dass es eben so schön bunt ist. Welch Freude.
Also hier zum ansehen und sich einfach darüber freuen: 





Montag, 11. September 2017

Hosentasche...

nennen die Kinder meine Taschen aus alten Jeans, mit denen Sohni immer unterwegs ist. Das ist nun schon die zweite, die ich aus einer alten Jeans genäht habe. 


Mit Hosentasche liegen die Klassenkameraden auch gar nicht so falsch. Innen sind sie nämlich, die alten Arschtaschen (oder wie heißen die?) angenäht. Für das Handy und das Portemonnaie.


Kinder brauchen immer Taschen. Für den Chor, zum Sportunterricht, zur Klassenfahrt, für Bücher und Hefte sowie für dies und für das.

Eine Jeans kullert noch hier rum, zu schade, um sie wegzuwerfen, daraus nähe ich noch eine, mal sehen, wer sie gebrauchen kann.


Sonntag, 27. August 2017

Wie schnell

... immer alles vorbei ist. Monatelange Vorbereitung für einen schönen Tag und wuschhhh ist er schon vorbeigerauscht.
So war es gestern in Neckeroda, diesem wunderbaren Färbedorf bei Weimar, dass zum Färbefest eingeladen hatte. 
Mit der Weimarer Handspinngruppe hatten wir uns dort eingefunden, um uns auszutauschen und die vielen Händler und Handwerker kennenzulernen.
Mit einem Unwetter hatte alles angefangen. Als ich mich Samstagmorgen, 8:30 Uhr auf den Weg machte, ging Thüringen gerade unter und ich habe noch bei mir gedacht, das kann ja "heiter" werden. Das wurde es dann auch, denn zum Glück kam die Sonne raus und bescherte uns einen heiß-schwülen Tag. Schwitzend haben wir unser Garn versponnen und bis 18:00 durchgehalten. Es war fantastisch, was dieses hübsche kleine Dorf auf die Beine stellt und wie weit die Besucher angereist waren. Etliche haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bei mir das Spinnen mit der Handspindel erlernt. Fünf Lehrlinge, im Alter von 12 bis 81 haben sich angestrengt und ihr erstes Fädchen versponnen. Die meisten hatten noch nie eine Handspindel gesehen und waren verwundert, mit welch simplen Mittel man seine Wolle selbst herstellen kann.
Neben den vielen Fressbuden, waren Scherenschleifer, Filzer, Imker, Käsereien, Fleischer, Schäfereien, Alpakahalter, Weber aller Arten, Stricker, Färber, Steinmetze, Keramiker, Gärtner, Puppenmacher, Spinner und und und dabei. Soviel warten es, dass ich sie alle gar nicht aufzählen kann, es war der Wahnsinn. Und alles, zog sich durch dieses malerische Dorf mit seinen Höfen. 
Dieser Event, mit seinen vielen Beteiligten kann nur jedem empfehlen, wenn er es möglich machen kann, dort mal vorbeizuschauen. Freitag abends gehts immer los und Sonntags reisen die letzten dann ab.



















Unsere Spinngruppe hat ihr neues Banner (der Arbeit) eingeweiht und sich mit den Spinnern der Handspinngilde bekannt gemacht. Besonders die Männer beider Gruppen haben gefachsimpelt, das wirklich sehr lustig.
Davon werde ich noch lange zehren. 
Indes habe ich zum heiligen Sonntag schon wieder Rohwolle sortiert und meine Regentonne leer gemacht. Schwarzkopfvliese dürfen jetzt fröhlich im Garten vor sich hinfermentierten. Die letzten liegen bereits gefärbt auf dem Liegestuhl zum Trocknen. So geht es immer weiter.
Ganz stolz bin ich auf meinen Lehrling. Seine ersten Garne hat er nun verzwirnt und davon will ich euch natürlich auch was zeigen.






Und bei euch so?





Samstag, 19. August 2017

In der Zeitung stehts schon...

... in Neckarroda ist Färbefest. Die Handspinngilde und die PflanzenfärberInnen laden ein. Das größte Textilfest dieser Art in Thüringen, da werde ich am kommenden Wochenende natürlich auch nicht fehlen. Ist ja auch quasi um die Ecke.
Mit der Weimarer Handspinngruppe werde ich dort sein. Das wird spannend.
Einstweilen habe ich mich inspirieren lassen und lustig drauf losgefärbt. Alles Sockenwolle, alles bunt...









Dienstag, 15. August 2017

Guerilliastricken

Ungefähr um Ostern rum ist es passiert. Zuerst wurde nachts am Zaun randaliert, die Spanndrähte abgerissen, ein Holzpfahl rausgerissen, ein Schild von der Tür geruppt und zu guter aller Letzt auch noch ne Sonnenliege geklaut.

Wir haben uns fast gar nicht geärgert, so sehr, dass wir sogar Anzeige erstatteten.

Ein bißchen lange hat es dann doch gedauert, bis alles wieder ersetzt war. Unser Hausmeister meinte es dann gut und hat uns einen extra langen Pfahl ans Tor gemacht. Als Ersatz für den Demolierten. 
Er ist ungefähr doppelt so lang wie die anderen und das sah schon komisch aus, zugegebenermaßen.

Und wenn etwas komisch aussieht, dann muss man auch etwas damit anstellen, oder?

Nun kann ich ja mit Fug und Recht behaupten, nach meinem Projekt in Mülheim an der Ruhr, in dem ich die Pfähle eines Kirchenschaukastens umstrickte, dass ich schon eine gewisse Erfahrung im Guerillastricken mitbringe. 
Und so kam es, dass ich also auch diesen Pfosten umgarnte, mein Lebenswerk sozusagen. Einmal angefangen war es dann auch schnell fertig und beim Anbringen am Pfosten freuten sich viele Schulkinder, die auf dem Heimweg waren. Von einem erfuhr ich dann auch, dass er mal in Berlin war und dort eine ganze Allee mit umstrickten Bäumen gesehen hatte. Aha, wusste ich noch gar nicht. Nun muss ich also doch endlich mal nach Berlin und nachguggen, wie diese Allee so aussieht.
Und ich freue mich auch, über den komischen, extralangen, wirklich sehr spät ersetzten, rausgerissenen, komischen Holzpfahl, der jetzt ein Lebenswerk-Guerilla-Pfahl sein darf. 
Hätte er sich das jemals träumen lassen?


Sonntag, 13. August 2017

Und Stopp...

 ... mit meinem Projekt "Bockstenmann" (siehe ältere Posts).
Auf dem ersten Bild seht ihr einen Zwischenschritt. Alles ist fertig gesponnen aber der Spinnwinkel ist viel zu flach.
Also habe ich nochmal alle 4 Knäuel über die Handspindel geschickt und überall zusätzlichen Drall drauf gegeben. So ist zu erkennen, dass das Garn in den gehaspelten Strängen dazu neigt, sich zu selbst zu verzwirnen. Genauso war es gewünscht.

Das Haspeln hatte so seine Tücken. Der Faden ist oft kleben geblieben und dann gerissen. Zum Glück stört das beim Weben weniger.

Von den knapp 220g Vlies sind letztendlich 171g übrig geblieben. Viel Abfall, der beim besten Willen nicht spinnbar war und mich ärgert es, dass nicht 200g zusammengekommen sind. Ok, ein paar Fadenstücken mussten beim erneuten Verdrallen und Haspeln auch dran glauben. Zusätzlich zum Klebeeffekt des Lanolins, führt der starke Drall eben oft zum Reißen des Fadens.

Apropos Verzwirnen. Es gibt ein neues Video zu diesem Thema von mir. Verzwirnen aus einem Knäuel. ein Klassiker und eine pragmatische Lösung zum Verzwirnen von Restfäden.
Die Moorleichenstränge machen sich morgen auf ihre Reise und das Video füge ich unten ein.
Tschüss, ich muss weg...


















Freitag, 21. Juli 2017

Im Urlaub...

...war ich fleißig. Ich habe mir ja schon länger vorgenommen, ein paar Rester, die bei mir im Lager so rumflattern endlich mal zu verspinnen.
Also kam jetzt die Walküre an die Reihe. 350g ganz wunderbare orange Batts habe ich mir vorgenommen und auf Rügen versponnen. Eigens dafür hatte ich meinen E-Spinner mitgenommen und dann dort losgelegt.
Letztendlich ist ein kuscheliges Garn entstanden, dass farblich an Flamingos oder Goldfische erinnert.
Ich muss sagen, dass mir Kardengarn im Endeffekt meistens besser gefällt als Kammzuggarn. Es ist fluffiger, schließt mehr Luft ein und hat diesen Handspinneffekt, den ich bei dem härteren Kammzuggarn oft vermisse.
Wenn ich daran denke, dass ich die Schäfchen, die mir ihre Wolle gespendet haben, persönlich kannte, dann werde ich doch ein bißchen wehmütig und denke an meine alte Wahlheimat Mülheim an der Ruhr zurück. Die Schafweide war unmittelbar neben meiner Wohnung und mit dem Schäfer Hannes habe ich mich bombig verstanden.
Naja, so ist das mit Erinnerungen.

Hier also das Flamingo-Kuschelgarn: